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Weitsichtigkeit
Weitsichtigkeit entsteht, wenn der Augapfel zu kurz ist, das gebündelte Licht trifft sich nicht auf der Netzhaut sondern dahinter. Je nach Stärke dieser Fehlsichtigkeit, kann die Nähe, als auch die Ferne unscharf sein. Bei den meisten Weitsichtigen, auch Übersichtige genannt, bringt das Auge jedoch die nötige Kraft auf sich selbst zu korrigieren. Artet diese Anstrengung jedoch in Müdigkeit, gerötete, juckende Augen oder gar Kopfschmerzen aus, wäre eine Brille nur vorteilhaft. Zwar tragen viele Weitsichtige keine Brille, allerdings macht sich die Altersichtigkeit bei ihnen etwas früher bemerkbar.
Korrekturmöglichkeiten Kurzsichtigkeit
Kurzsichtigkeit, in der Fachsprache Myopie genannt, bedeutet in der Nähe deutlich zu sehen, jedoch Gegenstände ab einer gewissen Distanz nur noch verschwommen wahrzunehmen. Ab welcher Entfernung die Unschärfe eintritt, hängt von der Höhe der Myopie ab. Ursache für diese Fehlsichtigkeit ist der zu lange Augapfel, so dass sich die Lichtstahlen nicht gebündelt auf der Netzhaut treffen, sonder bereits vorher. Die bekannteste und meist angewendete Korrekturmethode ist die Brille. Dabei zerstreut das vorgesetzte Glas die Lichtstrahlen so, dass diese nun im Auge gebündelt auf den Punkt des schärfsten Sehens der Netzhaut fallen. Kontaktlinsen bewirken dasselbe, nur dass Sie nicht gesehen werden, oft ein ästhetischer Aspekt. Immer öfter werden auch Lasikoperationen vorgenommen. Jedem ist es selber überlassen, wie er seine Kurzsichtigkeit korrigiert, wichtig ist, dass man etwas dagegen unternimmt. Ab -1.00 dpt Myopie, kann das Autofahren ohne Brille bereits verboten werden, auch im Sport wird dadurch die Reaktion gemindert.
Augendruck
Wenn sich, was ab dem 40. Lebensjahr vermehrt geschieht, der
Abflusswiderstand im Kammerwinkel erhöht, so resultiert eingestiegener
Intraokulardruck. Eine Verdopplung des Abflusswiderstandes führt zu
einem Druckanstieg auf 21 mm Hg.
Von besonderer Bedeutung ist der episklerale venöse Blutdruck. Die
Ursachen eines erhöhten lntraokulardruckes liegen nicht in jedem Fall
im innern des Auges. Ein Raumfordernder Prozess in der Orbita, wie
beispielsweise eine Blutung oder ein Tumor, der auf die Vena
ophthalmica drückt, erschwert den Abtransport des venösen Blutes aus
dem Auge. Das Kammerwasser gelangt nur unter erschwerten Bedingungen in
die episkleralen Venen. Steigt der episklerale Druck auf das Doppelte
seines Normalwertes, so steigt der lntraokulardruck auf 24 mm Hg an.
Der normale lntraokulardruck liegt zwischen 10 und 21 mm Hg. Der
mittlere Wert des lntraokulardruckes beträgt 15 mm Hg. Die ausgedehnten
Messungen haben eine Standardabweichung von 3 mm Hg. 97% Prozent aller
Personen weisen theoretisch einen lntraokulardruck auf, der unterhalb
des kritischen Wertes von 21 mm Hg liegt.
Russregen Nicht immer sind die Blutungen durch
Gefässrisse so stark, dass ausgeprägte Flecken oder «Brocken»
wahrgenommen werden. Bisweilen, wenn nur feine Gefässe am Rand eines
Netzhautrisses betroffen sind, entstehen lediglich feinere Blutungen,
die sich für die Betroffenen als Russregen im Gesichtsfeld
manifestieren können. Wie alle andern Fälle mit Verdacht auf
Gefässrisse und Blutungen, gehören auch Personen, die in letzter Zeit
Russregen beobachtet haben oder noch wahrnehmen, in augenärztliche
Behandlung.
Goldregen, Glaskörperglitzern Ganz andere
Ursachen hat der relativ selten beobachtete «Goldregen», bei welchem im
bewegten Auge zahlreiche gelbliche, kristalline Partikelchen
umherwirbeln. Es handelt sich vorwiegend um Cholesterin-Kristalle, die
vor allem bei der Beobachtung mit einem Ophthalmoskop das Licht des
Geräts stark reflektieren und so das faszinierende Bild des Goldregens
erscheinen lassen - für den Beobachter viel beeindruckender als für den
Betroffenen. Der Goldregen (Synchisis scintillans) führt kaum zu
subjektiven Störungen - die Sehfunktion ist wenig oder überhaupt nicht
beeinträchtigt. Trotzdem wird auch in diesen Fällen eine Überweisung an
den Augenarzt empfohlen, weil die Ursache der Erscheinung zumeist
unklar ist und medizinisch abgeklärt werden sollte.
PAPILLE
Sehnervenaustritt - blinder oder weisser Fleck. An dieser Stelle ist
das Auge wirklich blind, da die einzelnen Sehnerven hier das Auge
verlassen und zum Gehirn weiterziehen.
Alle Elemente der Retina abwesend ausser Sehnervenfasern und innerer
Grenzmembran.
Rosa Farbe durch zahlreiche Kapillaren in der Papille sonst weiss
Sklera sichtbar.
Kleiner Wall um Papille - in der Mitte Einsenkung = physiologische
Exkavation.
Aus der Mitte der Papille steigen die retinalen Gefässe, bilden meist
schon hier die erste Verzweigung.
Myopie (Kurzsichtigkeit)
Bei der Kurzsichtigkeit handelt es sich um einen weit verbreiteten
Sehfehler, der meist schon in jungen Jahren auftritt. Die Bilder von
fernen Objekten entstehen nicht auf der Netzhaut, sondern werden vor
dieser deutlich abgebildet. Auf der Netzhaut selbst entsteht nur ein
unscharfes Bild des betrachteten Gegenstandes.
Lichtblitz - Erscheinungen durch Glaskörper-Traktionen
In den meisten Fällen entstehen Lichtblitz - Erscheinungen durch
Zugwirkungen (Traktionen) von abgehobener Glaskörpermasse an der
Netzhaut. Dieses Reissen oder Zupfen an der Retina wirkt als
unadäquater Reiz, der zum Erscheinen von Lichtblitzen ohne äussere
Lichteinwirkung führt.
Wenn wir den chronologischen Ablauf einer Netzhautablösung noch einmal
wiederholen, so werden wir die nachfolgende Reihenfolge der Ereignisse
als normalen Ablauf registrieren:
Glaskörper-Verflüssigung mit Traktionswirkung auf die Netzhaut
Rissbildung in der Netzhaut
Netzhaut-Ablösung
Ausdehnung der Ablösung.
Das Erscheinen von Lichtblitzen entsteht bereits durch die Wirkung der
Glaskörper-Traktionen, welche am Anfang der Ereigniskette stehen.
Dementsprechend gehen die Blitzerscheinungen der eigentlichen
Netzhautablösung immer voraus. Sie werden denn auch als typisches
Frühsymptom von Netzhautrissen und -ablösung betrachtet. Auftreten von
Lichtblitz - Erscheinungen: mögliches Frühsymptom von Netzhautablösung.
Verminderte Tränenbildung – Hyposekretion
Das so genannte trockene Auge gehört für den betroffenen Patienten und
den behandelten Augenarzt gleichermassen zu den besonderes unangenehmen
Augenerkrankungen. Die Symptomatik beginnt mit rascher Ermüdung der
Augen mit Fremdkörpergefühl und geht allmählich in eine chronische
Pseudokonjunktivitis über mit Rötung der Augen, Schwellung und Rötung
der Lidränder, erheblichem Fremdkörpergefühl(..als ob Sand in den Augen
wäre) bis zur Blendungsempfindlichkeit und Neigung zum schmerzhaften
Lidkrampf (Blepharospasmus): Diese Erkrankung trat früher vorwiegend
bei älteren Frauen auf (Klimakterium), nicht selten im Rahmen von
schweren rheumatischen Erkrankungen. mclinsen.ch
Ursachen :
Die Ursachen sind nur z.t. bekannt, oft handelt es sich um ein
multifaktorielles Geschehen. So finden wir z.B. Tendenzen zum trockenen
Auge bei jungen Frauen, die die Antibabypille einnehmen, bei Personen,
die in Räumen mit Klimaanlagen arbeiten, bei Werktätigen in der
chemischen Industrie sowie in sog. Staubberufen, z.B.
Berufskraftfahrern die häufig das Gebläse einschalten.
Schliesslich müssen auch Kontaktlinsenträgern Erwähnung finden sowie
Patienten, die wegen einer Herzerkrankung sog. Betablocker zu sich
nehmen. Die weiche Linse trocknet hierdurch aus, verändert ihre
Parameter und kratzt. Wird der Patient nach Gabe von indifferenten
Augentropfen beschwerdefrei, erübrigt sich eine weitere Diagnostik:
Die Therapie besteht in einer prophylaktischen Gabe einer künstlichen Tränenflüssigkeit (Hylocomod, Hycosan, Blink, Clerz, Visilube, Aquify)
Konjunktivitis
Bindehautentzündung; Entzündungsreiz mit vermehrter Blutfülle (rotes
Auge), der durch Einflüsse überwiegend aus der Umwelt hervorgerufen
wird.
Heuschnupfen – Konkunktivitis
Die Heuschnupfen – Pollenallergie - Konkunktivitis entsteht zur Zeit
der Heublüte (Mai bis August) und ist meistens mit einer heftigen
Rhitinitis verbunden. Die Ursache ist eine Allergie gegen Pollen, doch
kann dasselbe klinische Bild durch verschiedene Allergene ausgelöst
werden.
Ein Wundermittel existiert leider nicht, aber man kann mit gewissen
Medikamenten z.b. Zyrtec eine Linderung erzielen.
Wichtige Hilfsmittel gegen Heuschnupfen / Pollenallergie:
• Tageslinsen tragen (geringere chemische Belastung der Auge)
• grosse Sonnenbrille (weniger Pollen in den Augen)
• Homöopathische Augentropfen (Pollen auswaschen)
• Hände häufig waschen ( Pollen entfernen)
• Haare jeden Tag waschen (Pollen aus der Wohnung entfernen)
• Kopfkissenbezug jeden Tag wechseln
Akutes rotes Auge (Acute Red Eye Reaction) ARE
Man vermutet als Ursache für das akute rote Auge eine Art
Kettenreaktion von Hypoxie und aufgrund des geschlossenen Lides bei
Extended – Wear - Trägern" und der aufgesetzten KL
erhöhte Temperatur, die den Wasser - Gehalt der Kontaktlinse reduziert
und sie damit weniger durchlässig macht. Daraus resultieren eine
stärkere Sauerstoffarmut (Hypoxie) und ein stärkeres Ödem der Hornhaut
(Cornea).
Ursachen :
Hornhautdekompensation durch eine sich festsaugende KL. Die
Linsenmobilität ist vermindert, die Oberfläche wirkt ausgetrocknet, die
Lichtreflexe sind unscharf, und unter der Linse findet sich Zelldebris.
Am Linsenrand kommt es zu Stauung der skleralen und konjunktivalen
Gefässen, und die Bindehaut ist livid gefärbt. Der Patient klagt über
Brennen, Blendungsgefühl und Visusreduktion. Wird die Linse nicht
entfernt, so kommt es meist am nächsten Morgen zum akuten
Schmerzzustand mit massiver Augenrötung. Man findet dann eine
Keratopathie
mit Hornhautstippung und Ödem, bei starker Ausprägung zusätzlich eine
beginnende Ulcusbildung und sterile Vorderkammerreizung.
Dioptrie (Glasstärke)
Einheit der Brechkraft eines optischen Systems. Abkürzung = dpt
Masseinheit für die Optik für die Angabe von Stärkenangabe von
Brillengläsern. Ein Minuszeichen (-) vor der Dioptrienzahl sagt aus,
dass es sich beim geforderten Brillenglas um ein Minusglas zur
Korrektur einer Kurzsichtigkeit handelt. Ein Pluszeichen (+) bezeichnet
ein zur Korrektur einer Weitsichtigkeit oder Übersichtigkeit
notwendiges Plusglas.
Keratitis
Keratitis ist eine Entzündung der Hornhaut.
Winkelblockglaukom
Währenddem sich das Glaukom mit offenem Kammerwinkel zumeist über Jahre
hinweg entwickelt, tritt das akute Winkelblockglaukom (bei engem
Kammerwinkel) in sehr vielen Fällen anfallartig, plötzlich auf. Eine
Zwischenform stellt das chronische Winkelblockglaukom dar, das entweder
einem akuten Anfall vorausgehen und plötzlich in eine heftigere Form
umschlagen kann - das aber auch nach behandelten, akuten Anfällen als
chronische Fortsetzung Weiterverlaufen kann.
Bei den beiden Winkelblockformen ist der Kammerwinkel eng. Beim akuten
Anfall kommt es zur krassen Druckerhöhung wegen einer plötzlichen
Blockade des Kammerwasser - Abflusses (im verschlossenen oder verlegten
Kammerwinkel). Dem chronischen Winkelblockglaukom liegen ähnliche
Verhältnisse zugrunde: Auch hier erschweren die anatomischen
Gegebenheiten im (engen) Kammerwinkel den Abfluss des Kammerwassers.
Allerdings treten vorerst keine akuten Anfälle auf.
Akutes Winkelblockglaukom
Beim akuten Winkelblockglaukom kommt es - wie soeben dargelegt - zum
plötzlichen Anfall, der durch eine Blockade des Kammerwasser-Abflusses
ausgelöst wird und den intraokularen Druck bis zu 60 mmHg und höher
ansteigen lässt.
Der Glaukomanfall ist für den Betroffenen meistens dramatisch. Während
der Attacke erleiden um die 90 % aller Patienten starke bis fast
unerträgliche Augen- und Kopfschmerzen; bei 37 % treten Übelkeit bis zu
Erbrechen und Schüttelfrost auf. Diese Symptome können vom Auge als
Sitz der Erkrankung ablenken und andere Störungen vortäuschen. Dazu
trägt auch der Umstand bei, dass die durch den Druckanstieg ausgelöste
Sehverschlechterung (Visusreduktion) nur von der Hälfte der Betroffenen
wahrgenommen wird.
Metamorphopsie (Formverzerrung) – Amsler Charts
Zur Analyse von Sehstörungen bei Macula-Erkrankungen hat der Schweizer
Opthalmologe Amsler 1949 die nach ihm benannten Test-Tafeln
herausgegeben.
Das ganze Test-Set besteht aus insgesamt sieben Karten. Die in der
Abbildung verkleinert wiedergegeben Standarttafel ist für die Mehrzahl
aller Fälle ausreichend. Sie zeigt ein helles Gitternetz auf schwarzem
Grund, mit einem hellen, zentralen Punkt.
Bei der Analyse des Maculasehens nach Amsler muss der Prüfling angeben:
• Ob er auf der ihm präsentierten Standarttafel den weissen Punkt in der Mitte sieht;
• Ob er, wenn er den weissen Punkt fixiert, auch die vier Ecken und die vier Seiten des grossen Quadrates sieht;
• Ob er, wenn er immer noch den zentralen Punkt anschaut, alle Linien
des Netztes im Quadrat fehlerfrei und ohne Unterbrüche sieht.
Ursachen der Metamorphopsie:
• Senile Macula - Degeneration
• Seröse Retinopathie
• Netzhautablösung
Die Korrektur und Behebung dieser Sehstörung durch Kontaktlinsen ist leider nicht möglich.
Die Kontaktlinsen liegen auf der Hornhaut auf und die Metamorphopsie betrifft den Augenhintergrund.
Übersichtigkeit
Suchbegriff Synonym: Hyperopie
Abbildungsfehler des Auges, bei dem die parallel in das Auge
einfallenden Lichtstrahlen nicht, wie beim normalen Auge, auf der
Netzhaut vereinigt werden, sondern theoretisch in einem dahinter
liegenden Punkt. Daher wird der betrachtete Gegenstand unscharf
abgebildet. Dies kann zu Anstrengungsbeschwerden (Kopfschmerzen,
Augenbrennen) führen. Beschwerden treten vor allem beim Sehen in der
Nähe auf. Diese Fehlsichtigkeit kann mit einer Brille oder mit
Kontaktlinsen ausgeglichen werden.
Retina (Netzhaut)
Der lichtempfindliche Teil, der "Film" des Auges: In der Netzhaut wird
das auftreffende Licht mit Hilfe von ca. 125 Millionen Rezeptoren in
elektrische Impulse umgewandelt und an den Sehnerv weitergegeben.
Bilder, die unscharf auf die Netzhaut auftreffen, werden entsprechend
unscharf zum Sehzentrum im Gehirn weitergeleitet.
Orthokeratologie (Nachtlinsen)
Bei Orthokeratologie werden spezielle Kontaktlinsen über Nacht
getragen. Damit wird die Hornhaut des Auges so verändert, dass danach
für ein- bis drei Tage eine volle Sehschärfe ohne Korrektur erreicht
wird. Seit rund 40 Jahren wird Orthokeratologie angewandt. Neu ist,
dass hochsauerstoffdurchlässige Materialien verwendet werden. Die
Behandlung ist heute sehr viel schneller und bequemer und bedeutend
präziser kalkulierbar.
Cornea – Hornhaut
Vorderer, durchsichtiger Teil der äußeren Augenhaut. Die Hornhaut sorgt
zusammen mit der Linse dafür, dass das auftreffende Licht auf die
Netzhaut gebündelt wird. Sie ist stark gewölbt, durchsichtig und liegt
vor der Iris und der Pupille. Fehlsichtige, die Kontaktlinsen tragen,
setzen diese direkt auf die Hornhaut.
Glaukom – Niederdruckglaukom
Die häufigste Form des Glaukoms von über 40-jährigen in Europa und
Asien ist das Niederdruckglaukom, gefolgt von okulärer Hypertension.
In Afrika und Südamerika steht das Glaukom des hohen Drucks an erster
Stelle, gefolgt vom Glaukom des offenen Winkels. Die grundlegende
Untersuchung bei Glaukomverdacht beinhaltet die Druckmessung, die
Messung der Hornhautdicke, eine Spaltlampen- und
Gesichtsfelduntersuchung und ein Papillenbefund. Die Hornhautdicke
spielt bei der applanatischen Druckmessung auch eine Rolle.
Risikofaktoren sind bei höherem Druck Hornhautdicken von über 600
Mikrometer und bei normalem Druck unter 550 Mikrometer. Bei
Abweichungen von 25 Mikrometer muss der Wert um 1 mm/Hg korrigiert
werden.
Astigmatismus (Hornhautverkrümmung, Stabsichtigkeit)
Eine unregelmäßige Krümmung der Hornhaut, in seltenen Fällen auch der
Linse, führt dazu, dass Objekte verzerrt auf der Netzhaut abgebildet
werden. Die Hornhaut/Linse ist nicht gleichmäßig (kugelförmig) gewölbt,
sondern weist in verschiedene Richtungen unterschiedliche Krümmungen
(Radien) auf. Dieser Sehfehler ist meistens mit einer Kurzsichtigkeit
oder Weitsichtigkeit verbunden und kann mit torischen Gläsern
korrigiert werden.
Glaskörpertrübung – mouches volante
Mücken vor den Augen und andere lästige Erscheinungen Viele Menschen
kennen sie, und fast jeder von uns wird sie eines Tages kennen lernen:
die kleinen schwarzen Punkte, Fädchen, Flusen oder Mücken, die andere
nicht sehen können. Oft tauchen sie ganz plötzlich beim Lesen auf oder
beim Blick auf eine weiße Wand. Diese "fliegenden Mücken" oder "mouches
volantes" - wie sie die Augenärzte nennen - sind beileibe keine
Einbildung und auch keine optische Täuschung. Sie existieren wirklich.
Nur fliegen sie nicht im Raum, sondern schwimmen im Auge. Ein wenig
lästig sind sie schon, aber viel harmloser als richtige Mücken. Solche
mit den Jahren auftretende "Schönheitsfehler" gehören zu unserem Leben
wie beispielsweise die Altersflecken auf den Händen.
Alterssichtigkeit (Presbyopie)
Abnahme der Fähigkeit des Auges zur Entfernungseinstellung
(Akkomodation) mit zunehmendem Alter. Die Augenlinse verliert mit der
Zeit durch natürliche Vorgänge ihre Fähigkeit, sich auf nahe gelegene
Gegenstände einzustellen. Dadurch entsteht eine Weitsichtigkeit. Die
fehlenden Einstellmöglichkeiten müssen dann durch Brillen (z.B. Lese-,
Arbeits- oder Mehrstärkenbrillen) behoben werden. Ab etwa dem 40.
Altersjahr betrifft die Altersichtigkeit jeden Menschen, also Normal-,
Kurz- und Weitsichtige.
Grauer Star - Katarakt
Der Graue Star, auch Katarakt genannt, entwickelt sich im höheren Alter
bei den meisten Menschen. Dabei trübt sich die Augenlinse zunehmend. In
einem Alter von 52 bis 64 Jahren ist die Wahrscheinlichkeit 50 %, einen
Grauen Star zu haben, auch wenn die Wahrscheinlichkeit, damit Probleme
zu haben, erst mit ca. 65 Jahren auftritt. Mit 75 Jahren hat fast jeder
eine Katarakt, und 50 % der Menschen zwischen 75 und 85 Jahren haben
dadurch an Sehschärfe verloren.
Viele Generationen von Menschen haben das schlechte Sehen im hohen
Alter als schicksalhafte Konsequenz des Alterns hingenommen. Technische
Fortschritte in den mikrochirurgischen Operationsmethoden und neue
Entwicklungen im Bereich Intraokularlinsen haben diese Situation
verbessert.
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